Nach dreieinhalb Jahren endet die Trainertätigkeit von Jochen Dewitz beim SV Lützel-Wiebelsbach. Der 49-Jährige hat sich aus
eigenem Antrieb zu diesem Schritt entschieden, um der Mannschaft nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen einen neuen sportlichen Impuls für die verbleibenden Spiele bis zur Winterpause zu
ermöglichen.
Für Dewitz war die Rückkehr zum SVL eine besondere Herzensangelegenheit. Bereits als Sechsjähriger begann er hier mit dem Fußballspielen, ehe er mit 13 Jahren zum SV Darmstadt 98 wechselte und
dort acht Jahre als Jugendspieler und Profi verbrachte. Umso größer war die Freude beim SVL, den erfahrenen Fußballer nach vielen Jahren als Trainer wieder in den eigenen Reihen begrüßen zu
dürfen.
In den vergangenen dreieinhalb Jahren hat Dewitz die Mannschaft gemeinsam mit seinem Trainerteam fußballerisch und insbesondere taktisch spürbar weiterentwickelt. Mit einem strukturierten und
variablen Spielaufbau, klaren Laufwegen und einer mutigen, attraktiven Spielweise verlieh er dem SVL eine erkennbare Handschrift, mit der sich Lützel-Wiebelsbach im Odenwälder Fußball wieder einen
Namen machte.
Auch sportlich wusste die Mannschaft zu überzeugen. Nach einer verletzungsgeprägten ersten Saisonhälfte 2024/25 gelang eine beeindruckende Aufholjagd bis auf Tabellenplatz sechs. In der
darauffolgenden Saison hielt der SVL lange Kontakt zu den Aufstiegsplätzen und belegte am Ende einen hervorragenden vierten Platz mit 57 Punkten. Zu den Höhepunkten zählten der 3:2-Heimsieg gegen den
späteren Meister TSV Höchst sowie der Einzug ins Kreispokal-Halbfinale.
Nach den zuletzt ausbleibenden Erfolgen und einem wenig goldenen Oktober entschied sich Dewitz nun, den Weg für einen neuen Impuls freizumachen. Dabei ist er weiterhin vom Potenzial seiner Mannschaft
überzeugt.
Jochen Dewitz: „Es war mir eine Ehre und eine Herzensangelegenheit“
„Meinen Heimatverein trainieren zu dürfen, in dem ich als kleiner Junge das Fußballspielen gelernt habe, war für mich etwas ganz Besonderes. Wir haben in den dreieinhalb Jahren gemeinsam viel
entwickelt und eine Mannschaft geformt, die richtig guten Fußball spielen kann. Darauf bin ich stolz.
Leider konnten wir zuletzt nicht mehr das auf den Platz bringen, was eigentlich in den Jungs steckt. Manchmal braucht es im Fußball einfach eine Veränderung und einen neuen Impuls. Ich hoffe von
Herzen, dass die Mannschaft dadurch wieder befreiter aufspielt und zu ihrer Stärke zurückfindet.
Ich danke allen Spielern, meinem Trainerteam, den Verantwortlichen und unseren treuen Fans für die gemeinsame Zeit und wünsche dem SVL nur das Beste. Jetzt werde ich mir erst einmal eine Auszeit vom
Trainerjob gönnen und die freien Wochenenden genießen. Aber man soll bekanntlich niemals nie sagen. Mein Herz wird jedenfalls immer grün-weiß bleiben.“
Stimmen aus dem Verein:
Steffen Freudenberger, Vorstand des SV Lützel-Wiebelsbach:
Der Sportverein 1935 dankt Jochen ausdrücklich für sein großes Engagement.
In den vergangenen dreieinhalb Jahren hat er für unseren SV hervorragende Arbeit geleistet.
Wir respektieren seine Beweggründe für den Abschied und hoffen, dass dieser Schritt der Mannschaft einen Impuls gibt, ihr Leistungsvermögen wieder abzurufen.
Auch die Art und Weise der Trennung hat einmal mehr gezeigt, dass Jochen ein loyaler und ehrenwerter Mensch ist.
Mauricio Berner, Sportlicher Leiter des SV Lützel-Wiebelsbach:
„Ich bin Jochen für die vergangenen dreieinhalb Jahre sehr dankbar. Als sportlicher Leiter habe ich enorm von seiner Erfahrung und seinem Fachwissen profitiert, und ich durfte ihn ja auch selbst als
Trainer erleben. Er hat die Mannschaft spürbar weiterentwickelt und ihr eine klare Handschrift gegeben.
Vor allem war Jochen nicht nur ein richtig guter Trainer, sondern auch ein richtig guter Mensch: ehrlich, mit Herz für den Verein und immer offen für die Jungs. Dass er nun selbst Platz macht, um der
Mannschaft einen neuen Impuls zu geben, verdient größten Respekt. Danke für alles, Jochen!“
Der SV Lützel-Wiebelsbach bedankt sich bei Jochen Dewitz für sein großes Engagement, seine Leidenschaft und die gemeinsame Zeit. Der volle sportliche Fokus gilt nun dem anstehenden Derby gegen den
TSV Seckmauern und den verbleibenden Spielen bis zur Winterpause.
Einmal Grün-Weiß, immer Grün-Weiß! ❤️❤️
Der SV hat direkt auf den Rücktritt von Jochen Dewitz reagiert und mit Nico Stefanovski, dem Vater von Stefan Stefanovski, einen Ersatz gefunden. Damit sind jetzt Vater und Sohn für die Geschicke
beim SV verantwortlich. Stefan als spielender Trainer und Nico als starker Mann von außen. Wir wünschen den beiden dabei eine glückliche Hand und viel Erfolg.
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